Kosten einer Firmengründung in Dubai 2026: Realistische Übersicht für Deutsche
Kompletter Kostenüberblick: Freezone vs Mainland, einmalige und laufende Kosten, versteckte Gebühren und realistische Szenarien für deutsche Unternehmer – mit den Behördengebühren von August 2026.
Warum deutsche Unternehmer die Kosten einer Dubai-Firmengründung 2026 neu bewerten sollten
Die Frage nach den Kosten einer Firmengründung in Dubai ist für deutsche Unternehmer 2026 relevanter denn je. Dubai hat sich als internationaler Business-Hub etabliert, doch die Kostenstruktur hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert. Wer noch mit den Preisen von 2020 oder 2021 kalkuliert – oder nur mit dem beworbenen „ab-Preis" einer Lizenz –, wird 2026 überrascht sein.
Mehrere Faktoren haben die Dubai Firma Kosten 2026 beeinflusst:
- Angepasste Behördengebühren: Mehrere Freezones und die Immigration-Behörden haben ihre Gebühren in den letzten Jahren angehoben. Gleichzeitig gibt es klar strukturierte Einstiegspakete – IFZA startet 2026 bei ca. 12.900 AED pro Jahr ohne Visa.
- Gestiegene Büro- und Lebenshaltungskosten: Die Immobilienpreise in Dubai sind seit 2022 deutlich gestiegen. Das trifft vor allem Mainland-Firmen mit Büropflicht (Ejari).
- Corporate Tax seit 1.6.2023: Registrierungspflicht, Buchführung und jährliche Steuererklärung bedeuten laufende Compliance-Kosten – auch bei 0 % Steuersatz.
- Verstärkte Substanz- und KYC-Prüfungen: Banken und Behörden verlangen mehr Nachweise. Wer unvorbereitet startet, zahlt mit Zeit, Nachbesserungen und im schlimmsten Fall einer Umgründung.
- Kein Doppelbesteuerungsabkommen mehr: Das DBA Deutschland–VAE ist seit 31.12.2021 ausgelaufen. Das steht auf keiner Rechnung, ist aber der größte Planungsfaktor für deutsche Gründer (siehe Steuerabschnitt).
Gleichzeitig gibt es aber auch positive Entwicklungen: Digitalbanken wie Wio eröffnen Geschäftskonten ohne Mindestguthaben ab 99 AED/Monat, die Lizenz wird in 2–5 Werktagen erteilt, und der 0 %-Satz auf die ersten 375.000 AED Gewinn gilt dauerhaft. Die Small Business Relief für Unternehmen bis 3 Mio. AED Umsatz ist dagegen nur noch bis Ende 2026 nutzbar.
🆕 Was ist neu 2026 – die wichtigsten Kostenänderungen im Überblick:
- IFZA-Lizenzpakete 2026: ca. 12.900 AED (0 Visa), 14.900 AED (1 Visa), 19.900 AED (3 Visa), 26.900 AED (6 Visa) pro Jahr.
- Corporate-Tax-Registrierung: kostenlos, aber Pflicht für jede Gesellschaft – verspätete Registrierung kostet 10.000 AED Strafe.
- Small Business Relief (Umsatz bis 3 Mio. AED) läuft für Steuerperioden aus, die am oder vor dem 31.12.2026 enden.
- ESR abgeschafft: Economic-Substance-Notifications und -Reports samt Gebühren und Strafen gibt es seit Cabinet Decision 98/2024 nicht mehr.
- Banking: Wio Bank ab 99 AED/Monat ohne Mindestguthaben; klassische Banken verlangen 25.000–100.000 AED Mindestguthaben.
- Overstay-Gebühren seit 2026 einheitlich 50 AED/Tag – relevant, wenn der Change of Status verschleppt wird.
- E-Invoicing: Pilotphase seit 1.7.2026, Pflicht ab 1.7.2027 für alle VAT-registrierten Unternehmen – kompatible Buchhaltungssoftware einplanen.
In diesem umfassenden Artikel erhalten Sie einen transparenten, realistischen Überblick über die Kosten Freezone Dubai, Kosten Mainland Dubai, einmalige und laufende Gebühren, versteckte Kosten und konkrete Kostenszenarien für verschiedene Unternehmenstypen. So können Sie 2026 fundiert entscheiden, ob und wie Sie eine Firma in Dubai gründen. Alle Beträge sind Erfahrungswerte und Orientierungsgrößen (Stand August 2026) – die konkreten Gebühren hängen von Freezone, Aktivität und Visa-Anzahl ab.
Freezone vs Mainland – Großer Kostenvergleich 2026
Die grundlegendste Entscheidung bei der Firmengründung in Dubai ist die Wahl zwischen Freezone und Mainland. Diese Entscheidung hat erhebliche Auswirkungen auf Ihre Kosten, die steuerliche Behandlung und Ihre geschäftlichen Möglichkeiten. Den ausführlichen Vergleich finden Sie hier: Freezone vs. Mainland – was passt zu Ihrem Geschäftsmodell?
Freezone Kosten 2026 – Übersicht & Beispiele
Eine Freezone Company ist für die meisten deutschen Online-Unternehmer, Coaches, E-Commerce-Seller und Agenturen die erste Wahl. Warum? 100 % ausländisches Eigentum, kein eingezahltes Mindestkapital (das Nennkapital wird nur deklariert), schnelle Gründung (Lizenz in 2–5 Werktagen), Flexi-Desk statt Büropflicht – und unter bestimmten Voraussetzungen 0 % Corporate Tax auf qualifizierende Einkünfte.
IFZA-Lizenzpakete 2026 und Preisniveau weiterer Freezones:
| Freezone / Paket | Lizenz-Typ | Kosten 2026 (ca.) | Visa-Slots |
|---|---|---|---|
| IFZA – Basispaket | Service / Commercial | ca. 12.900 AED/Jahr | 0 |
| IFZA – 1 Visa | Service / Commercial | ca. 14.900 AED/Jahr | 1 |
| IFZA – 3 Visa | Service / Commercial | ca. 19.900 AED/Jahr | 3 |
| IFZA – 6 Visa | Service / Commercial | ca. 26.900 AED/Jahr | 6 |
| RAKEZ (Ras Al Khaimah) | Service / Trading | günstiges Einstiegsniveau, individuell anfragen | je nach Paket |
| SHAMS (Sharjah) | Medien / Kreativ | günstiges Einstiegsniveau | je nach Paket |
| Meydan (Dubai) | Service / Trading | günstiger Einstieg mit Dubai-Adresse | je nach Paket |
| DMCC (Dubai) | Handel / Commodities | Premium-Segment, deutlich über IFZA-Niveau | je nach Paket |
| DIFC / ADGM | Finanz / reguliert | deutlich teurer, nur für Finanz- und Fondsstrukturen | je nach Paket |
Was ist in diesen Paketpreisen typischerweise enthalten?
- Lizenzgebühr (License Fee) für die gewählten Aktivitäten
- Registrierung der Gesellschaft (Certificate of Incorporation, MOA) und Trade-Name-Reservierung
- Visa-Slots (Kontingent) – nicht der Visa-Prozess selbst
- Flexi-Desk bzw. Business Address (kein physisches Büro)
- Deklariertes Nennkapital ohne Einzahlungspflicht
Nicht enthalten sind in der Regel: die Establishment Card (ca. 2.000–2.500 AED), der Visa-Prozess pro Person (ca. 3.800–5.000 AED), Krankenversicherung, Bankkonto und die Service-Gebühr Ihrer Agentur. Genau diese Posten machen den Unterschied zwischen dem beworbenen Paketpreis und dem realistischen Erstjahresbudget von ca. 20.000–25.000 AED Behördenkosten mit einem Visa.
Lizenzarten und Kostenunterschiede:
- Service / Professional License: Für Beratung, Coaching, Marketing, IT-Dienstleistungen – der günstigste Einstieg
- Trading / Commercial License: Für Import/Export und Handel – je nach Freezone auf Service-Niveau oder mit Aufpreis; General Trading meist teurer
- E-Commerce License: Für Online-Shops – preislich meist auf Service-Niveau
- Industrial License: Für Produktion – deutlich teurer, da physische Fläche bzw. Lager Pflicht ist
💡 Wichtig für deutsche Unternehmer:
Die günstigste Freezone ist nicht immer die beste. Banken prüfen bei sehr günstigen oder wenig etablierten Freezones kritischer – häufige Ablehnungsgründe sind ein unklares Geschäftsmodell, keine Website, fehlende Substanz oder ein Geschäftsführer ohne Residency. IFZA und RAKEZ werden von Wio und den meisten klassischen Banken akzeptiert. Sparen Sie nicht am falschen Ende: Eine Freezone, bei der Sie kein Bankkonto bekommen, ist wertlos.
Mainland Kosten 2026 – Übersicht
Eine Mainland Company wird über das Department of Economy and Tourism (DET, früher DED) in Dubai registriert. Mainland-Firmen dürfen uneingeschränkt innerhalb der VAE tätig werden (Mainland-Kunden, Behördenaufträge, Retail), unterliegen aber der regulären Corporate Tax (0 % bis 375.000 AED Gewinn, 9 % darüber) und haben höhere Setup- und Betriebskosten – vor allem durch die Büropflicht.
Typische Mainland-Kosten 2026:
- Lizenzgebühren (DET): ca. 15.000–30.000 AED (je nach Aktivität)
- Büropflicht: Physisches Büro mit Ejari-Registrierung erforderlich – Miete stark lage- und größenabhängig, realistisch ab einem niedrigen fünfstelligen AED-Betrag pro Jahr, zzgl. Kaution
- Establishment Card: ca. 2.000–2.500 AED
- Nebengebühren (Initial Approval, Trade Name, MOA-Notarisierung): in der Regel einige tausend AED
- Visa-Kosten: Identisch mit Freezone (ca. 3.800–5.000 AED pro Person)
- Gesamt (erstes Jahr, Orientierung): ab ca. 35.000–40.000 AED zzgl. Büromiete – mit Büro häufig 50.000 AED und mehr
Wichtige Änderung 2021: Bis 2021 war ein lokaler Sponsor (UAE National) mit 51 % Beteiligung erforderlich. Diese Regel wurde für die meisten Geschäftsaktivitäten abgeschafft – deutsche Unternehmer können seither 100 % einer Mainland Company besitzen. Dennoch bleiben Mainland-Firmen teurer und bürokratischer als Freezones.
Welches Modell ist günstiger für Deutsche?
Klare Empfehlung: Für die große Mehrheit der deutschen Unternehmer mit internationalem oder digitalem Geschäft ist eine Freezone Company kostengünstiger und praktischer.
| Kriterium | Freezone | Mainland |
|---|---|---|
| Setup-Kosten Jahr 1 (Behördenkosten) | ca. 20.000–25.000 AED (IFZA, 1 Visa) | ab ca. 35.000–40.000 AED zzgl. Büro |
| Laufende Kosten ab Jahr 2 (inkl. Buchführung) | ca. 24.000–34.000 AED (1 Person) | ab ca. 40.000 AED, je nach Büro deutlich mehr |
| Corporate Tax | 0 % bis 375.000 AED Gewinn, 9 % darüber; als QFZP 0 % auf qualifizierende Einkünfte | 0 % bis 375.000 AED Gewinn, 9 % darüber |
| Office-Pflicht | Flexi-Desk / Business Address reicht | Physisches Büro mit Ejari nötig |
| Optimal für | Internationale und digitale Geschäfte, Export | Kunden innerhalb der VAE, Retail, Behördenaufträge |
Kosten-Nutzen-Analyse: Wenn Sie Online-Business, Coaching, E-Commerce oder internationale Dienstleistungen anbieten, ist die Freezone in der Regel deutlich günstiger – der größte Unterschied entsteht durch die Büropflicht auf dem Mainland. Mainland lohnt sich, wenn Sie Kunden innerhalb der VAE bedienen (z. B. Restaurant, Einzelhandel, lokale Dienstleistungen, Behördenaufträge). Beachten Sie: Einkünfte aus Geschäften mit Mainland-Kunden sind für Freezone-Firmen in der Regel nicht „qualifying" – dann gilt auch dort 9 % auf den Gewinn über 375.000 AED.
Einmalige Kosten einer Firmengründung 2026
Neben den reinen Lizenzkosten gibt es eine Reihe weiterer einmaliger Kosten, die bei der Dubai Firmengründung anfallen. Hier der komplette Überblick:
1. Lizenzkosten (License Fee)
Die Business License ist das Herzstück Ihrer Firma. Die Kosten hängen von Freezone, Paket und Visa-Anzahl ab:
- IFZA-Lizenzpaket ohne Visa: ca. 12.900 AED
- IFZA-Lizenzpaket mit 1 Visa-Slot: ca. 14.900 AED
- IFZA-Lizenzpaket mit 3 Visa-Slots: ca. 19.900 AED
- IFZA-Lizenzpaket mit 6 Visa-Slots: ca. 26.900 AED
- Andere Freezones: RAKEZ, SHAMS und Meydan auf vergleichbarem oder günstigerem Einstiegsniveau; DMCC, DIFC und ADGM deutlich teurer
- Mainland License (DET): ca. 15.000–30.000 AED zzgl. Büro (Ejari)
2. Establishment Card & Trade Name Registration
Die Establishment Card (Immigration Card) registriert Ihre Firma bei der Einwanderungsbehörde und ist Voraussetzung dafür, dass die Firma überhaupt Visa sponsern darf. Kosten: ca. 2.000–2.500 AED – häufig nicht im beworbenen Paketpreis enthalten, also nachfragen. Die Trade-Name-Reservierung ist bei Freezones in der Regel Teil des Lizenzpakets.
3. Einreise, Medical Check, Biometrie & Visa
Um Ihr Residence Visa (Standard: 2 Jahre Gültigkeit) zu erhalten, durchlaufen Sie mehrere Schritte. Das Visa wird elektronisch erteilt – Visa-Sticker im Pass gibt es seit 2022 nicht mehr, die Emirates ID ist Ihr Residency-Nachweis:
- Entry Permit (E-Visa): wird vor der Einreise ausgestellt
- Medical Fitness Test: Bluttest und Röntgen, Ergebnis in 1–3 Tagen – Express gegen Aufpreis möglich
- Biometrie / Fingerprints: bei ICP oder im Amer-Center
- Change of Status und Visa-Erteilung: elektronisch, kein Stempel im Pass
- Emirates ID: Zustellung 3–7 Werktage, digital sofort in der UAE-Pass-App
- Gesamt pro Person: ca. 3.800–5.000 AED Behördenkosten
Wichtig: Diese Kosten fallen für jede Person an, die ein Visa erhält (Geschäftsführer, Partner, Mitarbeiter, Familienangehörige). Medical und Biometrie erfordern Ihre persönliche Anwesenheit – eine 100 % remote Residency gibt es nicht. Hinzu kommt die Krankenversicherung, die für jeden Resident Pflicht ist (Dubai: DHA-konform). Den Ablauf im Detail beschreibt unser Guide Visa & Emirates ID in Dubai – Schritt für Schritt.
4. Corporate Bank Account Setup
Ein Bankkonto in Dubai ist für das VAE-Geschäft und die Corporate-Tax-Compliance praktisch zwingend. Die Kontoeröffnung ist 2026 zweigeteilt: Digitalbanken eröffnen schnell und günstig, klassische Banken prüfen streng und verlangen Mindestguthaben. In beiden Fällen brauchen Sie in der Praxis Emirates ID, Trade License und Geschäftsnachweise (Website, Verträge, Rechnungen).
Banking-Kosten 2026:
- Wio Bank (Digitalbank, ADQ-backed): keine Eröffnungsgebühr, ab 99 AED/Monat, kein Mindestguthaben, IBAN oft in 48 Stunden bis 3 Werktagen, akzeptiert die meisten Freezones
- Zand (Digitalbank): Alternative zu Wio, ebenfalls ohne Filialbesuch
- Emirates NBD, ADCB, Mashreq (NeoBiz), RAKBANK, FAB: Mindestguthaben typischerweise 25.000–100.000 AED, Eröffnung 2–6 Wochen, Compliance-Interview; Kontoführungsgebühren je nach Paket, bei Unterschreiten des Mindestguthabens fallen Zusatzgebühren an
- Deutsche Konten dürfen Sie behalten – sie ersetzen aber kein VAE-Geschäftskonto
Herausforderung Banking 2026: Häufige Ablehnungsgründe sind ein unklares Geschäftsmodell, keine Website, Hochrisiko-Aktivitäten (Krypto, Forex, Glücksspiel), fehlende Substanz oder ein Geschäftsführer ohne Residency. Lösung: Unterlagen vor dem Antrag sauber aufbereiten und die Bank passend zum Geschäftsmodell wählen – Badruk Setup begleitet Sie dabei. Mehr dazu: Bankkonto in Dubai eröffnen – Banken, Kosten, Ablehnungsgründe.
Gesamtkalkulation: Einmalige Kosten (Freezone, 1 Person)
| Position | Kosten (AED) |
|---|---|
| Lizenzpaket IFZA (1 Visa-Slot) | 14.900 |
| Establishment Card | 2.000–2.500 |
| Visa-Prozess (Entry Permit, Medical, Emirates ID, Change of Status) | 3.800–5.000 |
| Bankkonto-Eröffnung (Wio) | 0 (ab 99/Monat) |
| Setup-Service (Agentur) | zzgl., individuelles Angebot |
| Gesamt Behördenkosten (einmalig, Jahr 1) | ca. 20.000–25.000 AED |
Umrechnung: ca. 5.000–6.500 EUR (gerechnet mit ca. 1 EUR ≈ 4 AED; der Kurs schwankt, tagesaktuell pr üfen). Die Summe der Einzelpositionen liegt bei ca. 20.700–22.400 AED; mit Nebengebühren (Attestierungen, Kurier, Express) sind 20.000–25.000 AED realistisch. Nicht enthalten: Krankenversicherung, Buchführung und die Service-Gebühr der Agentur.
Laufende Kosten / Jährliche Kosten 2026
Nach der Gründung fallen jährlich wiederkehrende Kosten an. Sie sind oft höher, als viele deutsche Unternehmer zunächst kalkulieren – vor allem Buchführung und Corporate-Tax-Compliance werden unterschätzt. Die gute Nachricht: Das Renewal ab Jahr 2 ist in der Regel günstiger als das Erstjahr, weil einmalige Posten (Registrierung, Establishment Card, Visa-Erstantrag) entfallen.
1. License Renewal (Lizenzverlängerung)
Ihre Business License muss jährlich verlängert werden. Die Renewal-Gebühr orientiert sich am Paketpreis:
- Freezone-Lizenz (IFZA): Renewal in der Regel auf Höhe des Paketpreises (ca. 12.900 AED ohne Visa, ca. 14.900 AED mit 1 Visa-Slot) – Renewal-Konditionen vorab schriftlich geben lassen
- Andere Freezones: Renewal-Preise können vom Erstjahr abweichen (Einstiegsrabatte laufen aus) – vor der Gründung nach dem Renewal-Preis fragen
- Mainland License: ca. 15.000–30.000 AED/Jahr zzgl. Ejari-Verlängerung
- Verspätetes Renewal: Freezones berechnen Säumnisgebühren – und ohne gültige Lizenz sind Visa-Renewals und Bankgeschäfte blockiert
2. Office / Facility Fees (Bürokosten)
Freezone: Flexi-Desk bzw. Business Address ist bei IFZA im Paket enthalten. Wer mehr braucht:
- Flexi-Desk / Business Address: im Paket enthalten oder gegen moderaten Aufpreis; bei manchen Freezones Voraussetzung für zusätzliche Visa-Slots
- Shared Office / Co-Working: je nach Standort im vier- bis niedrigen fünfstelligen AED-Bereich pro Jahr
- Private Office: deutlich teurer, stark lageabhängig – Angebote einholen
Mainland: Physisches Büro mit Ejari ist Pflicht. Zur Jahresmiete kommen Kaution, DEWA-Deposit (Strom/Wasser) und Einrichtung – kalkulieren Sie die Miete als größten laufenden Posten nach der Lizenz.
3. Visa Renewal Fees (Visa-Verlängerung)
Das Standard-Investor-/Partner-Visa über die Freezone gilt 2 Jahre und muss vor Ablauf verlängert werden. Pro Person fallen dann erneut an:
- Medical Fitness Test (erneut)
- Emirates ID Renewal
- Visa-Verlängerung (elektronisch) und Immigration-Gebühren
- Gesamt pro Person: Kalkulieren Sie vorsichtshalber mit einer Größenordnung ähnlich dem Erstvisum (ca. 3.800–5.000 AED) alle 2 Jahre – also ca. 1.900–2.500 AED anteilig pro Jahr
Achtung: Wer sich länger als 180 Tage am Stück außerhalb der VAE aufhält, verliert die Residency (Ausnahme: Golden Visa) – dann wird der komplette Visa-Prozess erneut fällig. Overstay nach Ablauf kostet seit 2026 einheitlich 50 AED/Tag.
4. Accounting & Corporate Tax Compliance
Seit der Corporate Tax (1.6.2023) sind ordnungsgemäße Buchführung und eine jährliche Steuererklärung Pflicht – auch wenn Sie 0 % zahlen. Die Registrierung selbst ist kostenlos, die Arbeit dahinter nicht:
- Corporate-Tax-Registrierung bei der FTA: kostenlos, aber Pflicht für jede Gesellschaft; verspätete Registrierung: 10.000 AED Strafe (Agenturen berechnen für die Abwicklung ggf. eine Service-Gebühr)
- Laufende Buchführung + jährliches Corporate-Tax-Filing (Frist: 9 Monate nach Ende des Wirtschaftsjahres): bei kleinen Dienstleistungsfirmen nach aktuellem Stand meist ca. 6.000–15.000 AED/Jahr, bei höherem Belegvolumen entsprechend mehr
- VAT (5 %): Registrierungspflicht ab 375.000 AED steuerbarem Jahresumsatz (freiwillig ab 187.500 AED); danach periodische VAT-Returns und damit zusätzlicher Buchhaltungsaufwand
- UBO-Register, AML/KYC-Updates, Transfer-Pricing-Dokumentation (nur bei verbundenen Unternehmen): meist ohne Behördengebühr, aber mit Aufwand bzw. Agenturkosten
- E-Invoicing: Pflicht ab 1.7.2027 für alle VAT-registrierten Unternehmen – rechtzeitig kompatible Buchhaltungssoftware einplanen
Wichtig: Ohne ordnungsgemäße Buchführung riskieren Sie Strafen der FTA und Probleme bei License Renewal und Banking. ESR-Notifications und -Reports gehören dagegen nicht mehr dazu – die Economic Substance Regulations wurden mit Cabinet Decision 98/2024 abgeschafft.
5. Audit Requirements (Prüfungspflicht)
Nicht jede Firma ist auditpflichtig, aber in zwei Fällen kommen Sie nicht darum herum:
- QFZP-Status (0 % auf qualifizierende Einkünfte): Ein geprüfter Jahresabschluss ist Voraussetzung
- Freezone-Vorgaben: Manche Freezones (z. B. DMCC) verlangen in der Regel jährlich geprüfte Abschlüsse für das Lizenz-Renewal
- Audit-Kosten: nach aktuellem Stand ca. 8.000–20.000 AED/Jahr je nach Komplexität – mehrere Angebote einholen
6. Bankkontoführungsgebühren
- Wio Bank: ab 99 AED/Monat (ca. 1.200 AED/Jahr), kein Mindestguthaben
- Klassische Banken (Emirates NBD, ADCB, Mashreq, RAKBANK, FAB): Kontoführung je nach Paket; Mindestguthaben 25.000–100.000 AED – wird es unterschritten, fallen monatliche Zusatzgebühren an
- Transaktions- und Auslandsüberweisungsgebühren: je nach Bank; bei regelmäßigen EUR-Zahlungen nach Deutschland Konditionen vorab vergleichen
7. Krankenversicherung (Pflicht für Residents)
Jeder Resident braucht eine Krankenversicherung – in Dubai DHA-konform. Die Prämie hängt von Alter, Vorerkrankungen und Tarif ab: Basistarife liegen deutlich unter Komfort-Tarifen mit weltweiter Deckung. Holen Sie vor der Visa-Beantragung ein Angebot ein, denn ohne Versicherung wird das Visa nicht erteilt bzw. verlängert. Für Mitarbeiter ist der Arbeitgeber zur Versicherung verpflichtet.
Gesamtkalkulation: Jährliche Kosten (Freezone, 1 Person)
| Position | Kosten (AED/Jahr) |
|---|---|
| License Renewal (IFZA, 1 Visa-Slot) | ca. 14.900 |
| Office / Flexi-Desk | 0 (im Paket) |
| Visa Renewal (alle 2 Jahre, anteilig) | ca. 1.900–2.500 |
| Buchführung & Corporate-Tax-Filing | ca. 6.000–15.000 |
| Bankgebühren (Wio) | ca. 1.200 |
| Krankenversicherung | individuell (Alter/Tarif) |
| Gesamt (jährlich, ab Jahr 2) | ca. 24.000–34.000 AED zzgl. Krankenversicherung |
Umrechnung: ca. 6.000–8.500 EUR/Jahr (bei ca. 1 EUR ≈ 4 AED)
Versteckte Kosten: Worauf Deutsche besonders achten müssen
Viele deutsche Unternehmer werden von versteckten Kosten überrascht, die in den beworbenen Paketen nicht kommuniziert werden. Hier die häufigsten Fallen:
1. Überteuerte Add-ons bei Setup-Anbietern
Manche Anbieter locken mit günstigen Basis-Paketen und verkaufen dann teure Zusatzleistungen – oder verschweigen Pflichtposten:
- Establishment Card: ca. 2.000–2.500 AED – Pflicht, sobald Visa beantragt werden, aber oft nicht im „ab-Preis" enthalten
- Zusätzliche Visa-Slots: bei IFZA über das Paket-Upgrade (z. B. von 1 auf 3 Visa: ca. 5.000 AED Unterschied), bei anderen Anbietern teils als teurer Einzelposten
- Express Services: Aufpreise für „Fast Track" – oft unnötig, wenn die Unterlagen vollständig sind
- Business Address Services: bei IFZA im Paket enthalten – bei anderen Anbietern als Jahresgebühr extra
2. Attestierungen, Übersetzungen & Behördengänge
Deutsche Dokumente werden in den VAE nur mit Legalisation und beglaubigter englischer bzw. arabischer Übersetzung anerkannt:
- Attestierung / Legalisation: Notar, Beglaubigung, VAE-Botschaft in Deutschland und MOFA in den VAE – mehrere Gebührenstufen pro Dokument. Bei Handelsregisterauszug, Vollmacht oder Heiratsurkunde (Familienvisa) summiert sich das schnell auf einige hundert Euro pro Dokument
- Beglaubigte Übersetzungen: je nach Umfang und Sprache
- Amendment Fees: Änderungen an Name, Aktivitäten oder Gesellschaftern kosten jeweils eine Freezone-Gebühr (je nach Freezone einige hundert bis wenige tausend AED)
- PRO Services / Behördengänge: werden von vielen Anbietern pro Termin berechnet – klären Sie, was im Service enthalten ist
- Bank Introduction Fees: manche Anbieter berechnen die reine Vorstellung bei der Bank extra
3. Falsche Freezone gewählt = Banking-Problem
Die günstigste Freezone ist oft ein teurer Fehler: Sehr günstige oder wenig etablierte Freezones werden von Banken kritischer geprüft. Wer dort gründet und dann kein Konto bekommt, verliert Monate – und muss am Ende umgründen. Eine Umgründung bedeutet: Lizenz, Establishment Card und Visa-Prozess noch einmal, also praktisch ein zweites Erstjahr (ca. 20.000–25.000 AED Behördenkosten) plus Liquidation der alten Gesellschaft.
4. Visa-Quoten & zusätzliche Mitarbeiter
Standard-Pakete enthalten 0–1 Visa-Slot. Jede weitere Person kostet:
- Visa-Slot (Paket-Upgrade): bei IFZA ca. 2.000–2.500 AED pro Slot (Differenz zwischen den Paketen)
- Visa-Prozess: ca. 3.800–5.000 AED pro Person
- Krankenversicherung: Pflicht – für Mitarbeiter durch den Arbeitgeber
- Gesamt pro zusätzlicher Person: ca. 6.000–7.500 AED Behördenkosten zzgl. Krankenversicherung
5. Office-Verpflichtungen bei Mainland – und Flexi-Desk-Fallen bei Freezones
Mainland-Firmen benötigen ein physisches Büro. Viele Unternehmer unterschätzen, dass:
- Ejari-Registrierung: Der Mietvertrag muss offiziell registriert werden – die Gebühr ist überschaubar, aber ohne Ejari gibt es weder Lizenz noch Renewal
- Mietkaution (Deposit): in der Regel ein Prozentsatz der Jahresmiete, wird beim Einzug fällig und bindet Liquidität
- DEWA-Deposit: Kaution für Strom/Wasser, zusätzlich zur Miete
- Einrichtung: Möbel, IT, Beschilderung – je nach Größe schnell ein fünfstelliger AED-Betrag
- Freezone: Bei manchen Freezones ist ein kostenpflichtiger Flexi-Desk oder eine größere Bürofläche Voraussetzung für mehr Visa-Slots – vorab klären, wie viele Visa das Basispaket wirklich trägt
6. Reisekosten & Aufenthalt
Die Lizenz lässt sich remote beantragen – aber Medical Fitness Test und Biometrie erfordern Ihre persönliche Anwesenheit in den VAE, und ein Bankkonto braucht in der Praxis Emirates ID plus Anwesenheit. Planen Sie daher mindestens eine Reise mit ein bis zwei Wochen Aufenthalt ein (Flug, Unterkunft, Verpflegung). Bei vollständigen Unterlagen dauert der Visa-Prozess 5–15 Werktage, der Gesamtprozess inklusive Bankkonto realistisch 2–4 Wochen. Wer den Change of Status verschleppt, zahlt Overstay-Gebühren von 50 AED/Tag.
7. Banking-Ablehnungen = Zeitverlust = Kosten
Wenn Sie ohne Vorbereitung zur Bank gehen, riskieren Sie eine Ablehnung. Jede Ablehnung bedeutet:
- 2–6 Wochen Zeitverlust pro Anlauf bei klassischen Banken
- Neue Termine, neue Unterlagen, gegebenenfalls eine erneute Reise
- Eventuell Umgründung in eine andere Freezone (praktisch ein zweites Erstjahr)
- Entgangene Geschäftsmöglichkeiten, weil keine Rechnungen gestellt werden können
8. Fristen & Strafen
- Corporate-Tax-Registrierung verspätet: 10.000 AED Strafe
- Steuererklärung verspätet oder gar nicht: FTA-Strafen und Zinsen
- Lizenz-Renewal verspätet: Säumnisgebühren der Freezone, Visa-Blockade
- Overstay: 50 AED/Tag
⚠️ Fazit versteckte Kosten:
Rechnen Sie mit 20–30 % Puffer über den beworbenen Paketpreisen – und fragen Sie jeden Anbieter konkret nach Establishment Card, Visa-Prozess, Krankenversicherung, Buchführung und Renewal-Preis. Badruk Setup legt alle Behörden- und Service-Kosten vor der Beauftragung schriftlich offen – ohne versteckte Überraschungen.
Realistische Gesamtkosten 2026 – Konkrete Szenarien
Um Ihnen eine realistische Kalkulation zu ermöglichen, hier vier typische Szenarien deutscher Unternehmer mit kompletten Kostenaufstellungen. Alle Tabellen zeigen Behörden- und Compliance-Kosten; Agentur-Service und Krankenversicherung kommen jeweils hinzu.
Szenario 1: Solo-Unternehmer (Coach, Freelancer, Berater)
Profil: Deutscher Coach mit Online-Business, keine Mitarbeiter, Zielgruppe Deutschland/Europa, Wohnsitz wird nach Dubai verlegt
Optimale Struktur: Freezone-Lizenz mit 1 Visa-Slot (z. B. IFZA)
| Position | Jahr 1 (AED) | Ab Jahr 2 (AED/Jahr) |
|---|---|---|
| Lizenzpaket IFZA (1 Visa-Slot) | 14.900 | ca. 14.900 |
| Establishment Card | 2.000–2.500 | Renewal, geringer |
| Visa-Prozess (1 Person) | 3.800–5.000 | ca. 1.900–2.500 (anteilig) |
| Banking (Wio Bank) | ca. 1.200 | ca. 1.200 |
| Buchführung & Corporate-Tax-Filing | 6.000–12.000 | 6.000–12.000 |
| Setup-Service (Badruk Setup) | zzgl. | - |
| Gesamt (ohne Service & Versicherung) | ca. 28.000–36.000 | ca. 24.000–31.000 |
Umrechnung: Jahr 1: ca. 7.000–9.000 EUR | Ab Jahr 2: ca. 6.000–7.800 EUR/Jahr – jeweils zzgl. Krankenversicherung und Agentur-Service
Szenario 2: Kleine Agentur / E-Commerce (3 Personen)
Profil: Marketingagentur oder E-Commerce-Business, 1 Inhaber + 2 Mitarbeiter
Optimale Struktur: Freezone-Lizenz mit 3 Visa-Slots (z. B. IFZA)
| Position | Jahr 1 (AED) | Ab Jahr 2 (AED/Jahr) |
|---|---|---|
| Lizenzpaket IFZA (3 Visa-Slots) | 19.900 | ca. 19.900 |
| Establishment Card | 2.000–2.500 | Renewal, geringer |
| Visa-Prozess (3 Personen) | 11.400–15.000 | ca. 5.700–7.500 (anteilig) |
| Banking (Wio oder klassische Bank) | ca. 1.200–3.000 | ca. 1.200–3.000 |
| Buchführung, Corporate-Tax- und ggf. VAT-Filing | 10.000–18.000 | 10.000–18.000 |
| Shared Office (optional) | nicht eingerechnet | nicht eingerechnet |
| Setup-Service (Badruk Setup) | zzgl. | - |
| Gesamt (ohne Service & Versicherung) | ca. 45.000–58.000 | ca. 37.000–48.000 |
Umrechnung: Jahr 1: ca. 11.000–14.500 EUR | Ab Jahr 2: ca. 9.000–12.000 EUR/Jahr – zzgl. Krankenversicherung für 3 Personen. Ein Mindestguthaben bei einer klassischen Bank (25.000–100.000 AED) ist kein Kostenposten, bindet aber Liquidität.
Szenario 3: Wachstumsunternehmen mit Mainland-Expansion
Profil: E-Commerce mit lokalem Lager/Showroom in Dubai, 5 Mitarbeiter, Kunden innerhalb der VAE
Optimale Struktur: Mainland License (DET) + physisches Büro mit Ejari
| Position | Jahr 1 (AED) | Ab Jahr 2 (AED/Jahr) |
|---|---|---|
| Mainland-Lizenz (DET) inkl. Registrierung & Nebengebühren | 20.000–35.000 | 15.000–30.000 |
| Visa-Prozess (5 Personen) | 19.000–25.000 | ca. 9.500–12.500 (anteilig) |
| Büro (physisch, Ejari) – Annahme kleines Büro | 40.000–60.000 (zzgl. Kaution, DEWA-Deposit) | 40.000–60.000 |
| Banking (klassische Bank, Kontoführung) | ca. 1.200–5.000 | ca. 1.200–5.000 |
| Buchführung, VAT, Corporate Tax & Audit | 20.000–35.000 | 20.000–35.000 |
| Setup-Service (komplex) | zzgl. | - |
| Gesamt (ohne Service & Versicherung) | ca. 100.000–160.000 | ca. 85.000–145.000 |
Umrechnung: Jahr 1: ca. 25.000–40.000 EUR | Ab Jahr 2: ca. 21.000–36.000 EUR/Jahr – die Büromiete ist eine Annahme, je nach Lage und Größe deutlich mehr; Mindestguthaben der Bank (25.000–100.000 AED) zusätzlich gebunden
Szenario 4: Digitaler Unternehmer mit bestehender Residency (Minimum-Setup)
Profil: Content Creator oder digitaler Freelancer, der bereits über eine VAE-Residency verfügt (z. B. über den Ehepartner oder ein Golden Visa) und zunächst kein eigenes Firmen-Visa braucht
Optimale Struktur: IFZA-Basispaket ohne Visa-Slot, Flexi-Desk im Paket
| Position | Jahr 1 (AED) | Ab Jahr 2 (AED/Jahr) |
|---|---|---|
| Lizenzpaket IFZA (0 Visa) | 12.900 | ca. 12.900 |
| Visa-Prozess | entfällt (bestehende Residency) | - |
| Banking (Wio Bank) | ca. 1.200 | ca. 1.200 |
| Minimal-Buchführung & Corporate-Tax-Filing | 5.000–8.000 | 5.000–8.000 |
| Setup-Service (Basic) | zzgl. | - |
| Gesamt (ohne Service) | ca. 19.000–22.000 | ca. 19.000–22.000 |
Umrechnung: ca. 4.800–5.500 EUR/Jahr
Wichtig: Dieses Setup funktioniert nur mit bestehender Residency – ohne Emirates ID bekommen Sie in der Praxis kein Bankkonto. Und wer weiter in Deutschland wohnt, bleibt dort unbeschränkt steuerpflichtig; eine aus Deutschland geführte Dubai-Firma wird nach § 10 AO in Deutschland körperschaftsteuerpflichtig. Sobald ein eigenes Visa dazukommt (Paket-Upgrade auf 1 Visa, Establishment Card, Visa-Prozess), landen Sie bei Szenario 1.
Steuerliche Auswirkungen: Corporate Tax, Freezone-Regeln & die deutsche Seite
Ein entscheidender Kostenfaktor – oder besser gesagt: Kostenvorteil – ist die steuerliche Behandlung Ihrer Dubai-Firma. Hier die wichtigsten Regelungen 2026; ausführlich erklärt in unserem Guide Steuern in Dubai 2026:
0 % Corporate Tax auf qualifizierende Einkünfte (QFZP)
Wenn Sie als Qualifying Free Zone Person (QFZP) gelten, zahlen Sie 0 % Corporate Tax auf Ihr „Qualifying Income" – etwa Geschäfte mit anderen Freezone-Firmen, bestimmte qualifizierte Tätigkeiten und Export außerhalb der VAE. Voraussetzungen:
- Freezone Company mit ausreichender Substanz in der Freezone (Büro, Aktivität, Personal)
- Geprüfter Jahresabschluss (Audit) – ein echter Kostenposten
- De-minimis-Regel: nicht-qualifizierendes Einkommen unter 5 % bzw. unter 5 Mio. AED
- Keine Wahl zur Regelbesteuerung
- Einkünfte aus Geschäften mit Mainland-Kunden sind in der Regel nicht qualifying
0 % bis 375.000 AED, 9 % darüber – dauerhaft
Falls Sie nicht als QFZP qualifizieren, gilt für Freezone- und Mainland-Firmen gleichermaßen die allgemeine Corporate Tax:
- 0 % Steuern: Auf steuerpflichtigen Gewinn bis 375.000 AED (ca. 94.000 EUR) – diese Schwelle ist dauerhaft, kein Auslaufen
- 9 % Steuern: Auf jeden AED über 375.000 AED
- DMTT 15 %: Nur für multinationale Konzerne ab 750 Mio. € Umsatz – für Gründer und KMU irrelevant
- Keine Einkommensteuer, keine Kapitalertragsteuer, keine Quellensteuer auf Dividenden; VAT 5 % mit Registrierungspflicht ab 375.000 AED Umsatz
Small Business Relief: Bis 3 Mio. AED Umsatz – aber nur noch 2026
Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 3 Mio. AED können sich über die Small Business Relief so behandeln lassen, als hätten sie kein steuerpflichtiges Einkommen – mit vereinfachter Compliance. Diese Erleichterung läuft für Steuerperioden aus, die am oder vor dem 31.12.2026 enden. Ab 2027 gilt nur noch die 0 %/9 %-Regel. Wer SBR wählt, kann außerdem keine Verluste vortragen und keine Freistellungen nutzen – lassen Sie durchrechnen, ob sich die Wahl für Ihr letztes SBR-Jahr überhaupt lohnt.
Kein Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland – VAE: Was das für Ihre Kalkulation bedeutet
Das DBA zwischen Deutschland und den VAE ist am 31.12.2021 ausgelaufen; ein neues Abkommen ist nicht in Verhandlung. Es gilt ausschließlich deutsches innerstaatliches Recht – ohne Tie-Breaker-Regel und ohne Verständigungsverfahren. Für die Kostenrechnung heißt das:
- Unbeschränkte Steuerpflicht (§ 1 EStG): Solange Sie einen Wohnsitz (§ 8 AO) oder gewöhnlichen Aufenthalt (§ 9 AO) in Deutschland haben, wird Ihr Welteinkommen in Deutschland besteuert – die „183-Tage-Regel" ist ohne DBA ein Mythos. Eine jederzeit nutzbare Wohnung in Deutschland reicht für einen Wohnsitz.
- Ort der Geschäftsleitung (§ 10 AO): Wird die Dubai-Firma faktisch aus Deutschland geführt, ist sie in Deutschland körperschaftsteuerpflichtig – unabhängig von der Registrierung in Dubai.
- Erweiterte beschränkte Steuerpflicht (§ 2 AStG): Wer wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutschland behält, bleibt bis zu 10 Jahre nach dem Wegzug mit erweiterten inländischen Einkünften steuerpflichtig.
- Wegzugsbesteuerung (§ 6 AStG): Wer mindestens 1 % an einer deutschen GmbH, UG oder AG hält, versteuert beim Wegzug den fiktiven Veräußerungsgewinn (Zahlung in 7 Jahresraten auf Antrag) – oft der größte „versteckte" Kostenposten der gesamten Dubai-Planung.
- Hinzurechnungsbesteuerung (§§ 7 ff. AStG): Passive Einkünfte der Dubai-Firma können deutschen Anteilseignern zugerechnet werden, solange diese in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sind.
Wichtig: Reine Briefkastenfirmen ohne Substanz werden vom deutschen Finanzamt nicht anerkannt. Sie müssen tatsächlich in Dubai leben, arbeiten und Ihre Geschäfte von dort aus führen – Abmeldung in Deutschland, Wohnung aufgeben, Lebensmittelpunkt in den VAE. Ohne DBA muss die Planung sauberer sein: Zwei-Wohnsitz-Modelle und Teiljahres-Kompromisse, die unter dem Abkommen noch funktionierten, sind heute deutlich riskanter. Badruk Setup erbringt keine Steuer- oder Rechtsberatung – lassen Sie Ihre deutsche Seite vor dem Wegzug von einem auf internationales Steuerrecht spezialisierten Steuerberater prüfen.
💰 Kostenvorteil durch 0 % Steuern:
Wenn Sie in Deutschland 100.000 EUR Gewinn erzielen, zahlen Sie als Kapitalgesellschaft ca. 30–31 % (Körperschaftsteuer, Soli, Gewerbesteuer) und auf Ausschüttungen zusätzlich Abgeltungsteuer; als Einzelunternehmer bis zu 42 % bzw. 45 % Einkommensteuer plus Soli. In Dubai: 0 % bis 375.000 AED Gewinn, 9 % darüber – bzw. 0 % als QFZP – und 0 % auf Dividenden. Diese Differenz übersteigt die Setup- und Betriebskosten von ca. 20.000–35.000 AED pro Jahr deutlich. Die Rechnung geht aber nur auf, wenn Wohnsitz und Geschäftsleitung tatsächlich in Dubai sind – sonst greift deutsches Recht, und der Vorteil ist weg.
FAQ – Häufige Fragen deutscher Gründer zu Dubai-Kosten
1. Was kostet eine Firmengründung in Dubai wirklich?
Realistische Kosten 2026: ca. 20.000–25.000 AED Behördenkosten (ca. 5.000–6.500 EUR) im ersten Jahr für einen Solo-Unternehmer mit IFZA-Lizenz und einem Visa – zzgl. Agentur-Service, Buchführung und Krankenversicherung. Ab dem zweiten Jahr: ca. 24.000–34.000 AED/Jahr inklusive Buchführung (ca. 6.000–8.500 EUR/Jahr).
2. Ist Freezone günstiger als Mainland?
Ja, in der Regel deutlich. Der größte Unterschied entsteht durch die Büropflicht (Ejari) und die höheren Lizenz- und Nebengebühren auf dem Mainland (Lizenz ca. 15.000–30.000 AED zzgl. Büro). Steuerlich gilt für beide 0 % bis 375.000 AED Gewinn und 9 % darüber; nur Freezone-Firmen können als QFZP 0 % auf qualifizierende Einkünfte erreichen. Mainland lohnt sich, wenn Sie Kunden innerhalb der VAE bedienen. Details: Freezone vs. Mainland.
3. Welche Dubai Freezone ist die günstigste?
Als günstige Einstiege gelten RAKEZ, SHAMS und Meydan; IFZA startet 2026 bei ca. 12.900 AED ohne Visa bzw. 14.900 AED mit einem Visa-Slot. ABER: Die günstigste ist nicht immer die beste. Banking-Akzeptanz, Renewal-Preis und Visa-Kontingent sind wichtiger als 1.000 AED Unterschied im ersten Jahr.
4. Fallen versteckte Kosten an?
Ja, häufig. Typische Posten, die im „ab-Preis" fehlen: Establishment Card (2.000–2.500 AED), Visa-Prozess (3.800–5.000 AED pro Person), Krankenversicherung, Attestierungen und Übersetzungen deutscher Dokumente, Reisekosten für Medical, Biometrie und Bank, Amendment Fees, Mietkaution und DEWA-Deposit bei Mainland – und 10.000 AED Strafe, wenn die Corporate-Tax-Registrierung versäumt wird. Mit einem transparenten Anbieter wie Badruk Setup vermeiden Sie solche Überraschungen.
5. Wie hoch sind die Visa-Kosten?
Pro Person: ca. 3.800–5.000 AED Behördenkosten (Entry Permit, Medical, Emirates ID, Change of Status), zzgl. Krankenversicherung. Das Standard-Visa gilt 2 Jahre; für die Verlängerung kalkulieren Sie vorsichtshalber mit einer ähnlichen Größenordnung. Persönliche Anwesenheit für Medical und Biometrie ist Pflicht. Ablauf im Detail: Visa & Emirates ID in Dubai.
6. Wie viel kostet ein Bankkonto in Dubai?
Wio Bank (Digitalbank): keine Eröffnungsgebühr, ab 99 AED/Monat (ca. 1.200 AED/Jahr), kein Mindestguthaben, IBAN oft in 48 Stunden bis 3 Werktagen
Klassische Banken (Emirates NBD, ADCB, Mashreq, RAKBANK, FAB): Mindestguthaben 25.000–100.000 AED, Eröffnung 2–6 Wochen, Kontoführung je nach Paket. Mehr dazu: Banking in Dubai.
7. Was kostet das jährliche Renewal?
License Renewal: bei IFZA orientiert am Paketpreis (ca. 12.900–14.900 AED bei 0–1 Visa); insgesamt ist Jahr 2 in der Regel günstiger als das Erstjahr, weil Establishment Card und Visa-Erstantrag entfallen
Plus: Buchführung & Corporate-Tax-Filing (ca. 6.000–15.000 AED), Visa-Renewal anteilig (ca. 1.900–2.500 AED), Bankgebühren (ab ca. 1.200 AED), Krankenversicherung
Gesamt: ca. 24.000–34.000 AED/Jahr für einen Solo-Unternehmer
8. Wie viel sollte ich insgesamt pro Jahr einplanen?
Solo-Unternehmer (1 Visa): ca. 6.000–8.500 EUR/Jahr
Kleine Agentur (3 Personen): ca. 9.000–12.000 EUR/Jahr
Wachstumsunternehmen (Mainland, 5 Personen, Büro): ca. 21.000–36.000 EUR/Jahr
jeweils zzgl. Agentur-Service im Gründungsjahr und Krankenversicherung
9. Kostet die Corporate-Tax-Registrierung etwas?
Die Registrierung bei der FTA ist kostenlos – aber Pflicht für jede Gesellschaft, auch bei 0 % Steuersatz. Wer sie versäumt, zahlt 10.000 AED Strafe. Kosten entstehen durch die laufende Buchführung, das jährliche Filing (Frist: 9 Monate nach Ende des Wirtschaftsjahres) und gegebenenfalls ein Audit.
10. Muss ich noch ESR-Reports einreichen – und gilt die Small Business Relief noch?
ESR: nein. Die Economic Substance Regulations wurden durch Cabinet Decision 98/2024 abgeschafft – keine Notifications, keine Reports, keine Gebühren. Small Business Relief (Umsatz bis 3 Mio. AED) kann noch für Steuerperioden genutzt werden, die am oder vor dem 31.12.2026 enden; danach gilt nur noch die 0 %/9 %-Regel.
Fazit: Was sollten deutsche Unternehmer 2026 wirklich kalkulieren?
Die Kosten einer Firmengründung in Dubai 2026 sind transparent und planbar – wenn Sie mit vollständigen Zahlen rechnen statt mit „ab-Preisen". Hier die wichtigsten Erkenntnisse:
Realistische Kostenrange 2026:
- Behördenkosten Jahr 1 (Freezone, 1 Visa): ca. 20.000–25.000 AED (ca. 5.000–6.500 EUR) zzgl. Agentur-Service
- Jährliche Kosten ab Jahr 2 (inkl. Buchführung): ca. 24.000–34.000 AED (ca. 6.000–8.500 EUR) zzgl. Krankenversicherung
- Mainland: Lizenz ca. 15.000–30.000 AED zzgl. Büro (Ejari) – insgesamt deutlich teurer
- Teams: ca. 6.000–7.500 AED Behördenkosten pro zusätzlicher Person (Visa-Slot + Visa-Prozess) zzgl. Krankenversicherung
Klare Empfehlungen:
- ✅ Freezone für die meisten deutschen Unternehmer (kostengünstig, kein Büro nötig, QFZP-Option)
- ✅ Etablierte Freezone wählen (IFZA, RAKEZ) – Banking-Akzeptanz geht vor Lizenzpreis
- ✅ Mit 20–30 % Puffer kalkulieren – und Renewal-Preise vorab schriftlich einholen
- ✅ Corporate-Tax-Registrierung sofort nach Gründung (kostenlos, sonst 10.000 AED Strafe) und Buchführung von Anfang an
- ✅ Banking-Strategie vor der Gründung planen (Wio für den schnellen Start, klassische Bank bei Bedarf)
- ✅ Deutsche Seite vor dem Wegzug klären – kein DBA, Wegzugsbesteuerung, Wohnsitz und Geschäftsleitung wirklich verlagern
Kostenvorteil durch Steuereinsparung:
Vergessen Sie nicht: Die Setup-Kosten amortisieren sich schnell durch die Steuerdifferenz – 0 % bis 375.000 AED Gewinn und 9 % darüber statt ca. 30–31 % für eine deutsche Kapitalgesellschaft bzw. bis zu 45 % Einkommensteuer. Das gilt aber nur, wenn die Struktur steuerlich hält: echter Wohnsitz in den VAE, Geschäftsleitung vor Ort, Substanz in der Freezone. Ohne das ist die günstigste Lizenz die teuerste Entscheidung.
Warum Badruk Setup Ihr Partner für die Gründung ist
Bei Badruk Setup erhalten Sie:
- ✅ 100 % transparente Kostenaufstellung – alle Behörden- und Service-Kosten vor der Beauftragung schriftlich
- ✅ Passende Freezone-Auswahl für Ihr Geschäftsmodell (unser Standort: IFZA Business Park, Dubai Silicon Oasis)
- ✅ Bankkonto-Begleitung – Unterlagen vorbereiten, passende Bank wählen (Wio oder klassisch), Begleitung bis zur IBAN
- ✅ Full-Service-Betreuung von Lizenz über Visa und Emirates ID bis zur Corporate-Tax-Registrierung
- ✅ Deutschsprachige Betreuung + Vor-Ort-Service in Dubai (Airport-Welcome, Behördenbegleitung)
- ✅ Persönliche Begleitung durch Hasan Badruk (Gründer, 7+ Jahre UAE-Erfahrung, 200+ begleitete Gründungen)
- ✅ Langfristige Betreuung (Buchführung, Corporate Tax, UBO, Renewal)
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